Von Kirchen, Spaniern und Geduld

Heute möchte ich euch gerne ein Bild aus meinem Teneriffa Urlaub diesen Jahres zeigen.

Meine Familie ist stets einer geschlossener Meinung wenn es um das Thema Urlaub geht.
‘’Wo wollen wir denn im Winter hin?’’
‘’TENERIFFA!’’

Unsere Lieblingskanarierin trägt den Spitznamen Insel des Frühlings . Dieser Titel ist gar nichtmal so verkehrt, denn das Klima ist tatsächlich sehr mild dort und irgendwo blüht immer irgendwas ;) . Das Bild das ich heute für euch ausgesucht habe ist aber eher untypisch, da es sich nicht um Flora sondern um Architektur handelt.

DSC_0663

Auf dem Bild könnt ihr eine kleine Kirche erkennen, die sich zwischen einem Kinderspielplatz und dem berühmten Drago Millennio (ein tausendjähriger Drachenbaum) in einem Hof befindet. Als ich sie zum ersten Mal sah, war ich sofort begeistert. Der weiße Putz, die alten Steine und die schnuckelige Fassade umgeben von Bäumen haben mich gefesselt. Auch wenn die Kirche an sich eher klein bemessen ist, gab es trotzdem unzählige Details an ihr zu entdecken und so habe ich sehr viele Detailfotos von ihr gemacht.

Nun noch ein bisschen zur Entstehungsgeschichte: Für dieses Foto bin ich lange gestanden. Die spanischen Inselbewohner haben offenbar eine Vorliebe für Menschen mit Kamera in der Hand und waren auch nicht gerade scheu. Die Kinder auf dem Spielplatz bemerkten sofort, dass sich da ein Touri mit seiner Kamera aufbaute und nutzten geschickt die Gelegenheit, um sich in Szene zu setzen.

Anfangs fand ich die Versuche noch süß, nach einiger Zeit aber (als die Kinder immer mehr wurden und alsbald auch noch die Mütter durchs Bild rauschten..) waren meine Nerven dann doch schon etwas strapazierter.

Ich durfte also wieder etwas lernen: Geduuuuuuuld. Ganz viel. Ganz ganz viel. Und wenn man fertig geduldet hat, ruhig nochmal ein wenig nachschieben. Zu Anfang meiner ‘’Karriere’’ war das ein Ding der Unmöglichkeit. Das Motiv bewegt sich? Die Situation nervt mich? Dann eben weitergehen :D . Noch heute verfalle ich gerne in dieses Muster, es wird aber von Mal zu Mal besser.

Deshalb mein Tipp: Lasst euch nicht entmutigen. Wann immer es eure Zeit und Nerven erlauben, atmet einfach tief durch und lenkt euch wenn möglich irgendwie ab. Am Besten finde ich persönlich die Methode, dass man aus so einer Situation versucht noch etwas rauszuholen. So habe ich dann zum Beispiel versucht, die Kinder irgendwie mit in das Bild einzubeziehen und die entstandene Stimmung einzufangen.

Hätten die aufgebrachten Mütter ihre Kinder nicht wieder flugs aus dem Bild geholt, wäre mir das vielleicht sogar gelungen ;) . So wurde ich im Gegenzug aber mit einem Bild belohnt, auf dem es herrlich leer im Vordergrund ist.

Ich habe aus dieser Situation gelernt, dass es wichtig ist, flexibel auf äußere Umstände zu reagieren und man möglichst immer versuchen sollte, das Beste aus der jeweiligen Situation herauszuholen.

Wenn man darauf aber gerade absolut keine Lust hat, noch ein kleiner Tipp:
Wenn man ein bisschen zetern darf während man wartet, vergeht die Zeit gleich vieeel schneller

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