Selbstportraits – Teil 2: Planung und Vorbereitung (Licht)

Heute soll es weitergehen mit unserer Serie „Selbsportraits – zeig’, wer du bist“.
Letzte Woche gab es einen Artikel über die Auswahl der geeigneten Kulisse . Diese Woche möchte ich gerne mit dem zweiten Teil der Liste weitermachen, nämlich dem Licht.

Selbsportrait Licht

Zunächst einmal kann man das Licht grob in drei Kategorien unterteilen.
Direktes Licht von vorne.
Umgebungslicht.
Gegenlicht.
Natürlich stellt sich auch hier wieder die Frage:

„Welches Licht eignet sich am Besten für mein Selbstportrait?“

Das direkte Licht von vorne wirkt im Allgemeinen sehr hart. Es lässt mitunter starke Schlagschatten im Gesicht entstehen und betont besonders die Struktur des Motivs. Dies kann man bewusst einsetzen, wenn man diesen Effekt als Bildaussage möchte.
Wie ihr hier auf diesem Bild sehen könnt, kommt dabei die Struktur der Haare gut raus und es entstehen harte Schlagschatten.

Selbsportrait Licht

Allerdings sollte man darauf achten, dass dabei nicht so viel Licht auf euer Gesicht geworfen wird, dass einige Bildbereiche überbelichtet werden. Hier bietet es sich an, vor dunklem Hintergrund zu fotografieren, da dieser dem Licht ein wenig die Aggressivität nimmt.

 

Umgebungslicht ist in der Regel weicher und diffuser, was zur Folge hat, dass die Gesichter weicher gezeichnet erscheinen. Allerdings kann es manchmal auch passieren, dass zu viel oder zu wenig Umgebungslicht vorhanden ist. Um unschönen ausgefressenen Stellen bzw. unterbelichteteten Bildpunkten vorzubeugen, gibt es einige Möglichkeiten.
Wichtig ist es, im manuellen Modus zu fotografieren. So habt ihr volle Kontrolle und könnt individuell auf die gegebene Belichtungssituation eingehen.
Bei viel Umgebungslicht solltet ihr die Blende ein wenig mehr schließen oder/ und die Belichtungszeit verkürzen. Zudem bietet es sich an, lichtschluckende Reflektoren zu verwenden. lichtschluckende Reflektoren.
Bei zu wenig Umgebungslicht kann ein Blitz gute Dienste leisten. Dieser sollte aber niemals direkt auf euch gerichtet sein, sondern am Besten immer nach oben, sodass das Licht reflektiert wird und weich auf euch zurückstrahlt. Es gibt hierbei noch einiges mehr zu beachten, worauf wir in einer anderen Serie noch ausführlich eingehen (und dann hierher verlinken) werden. Ein aufhellender Reflektor unterstützt den Effekt des Blitzens zusätzlich.
Umgebungslicht wirkt im Allgemeinen sehr natürlich und passt gut zu verträumten Stimmungen und Bildern, die von ihrer Natürlichkeit und Authentizität leben.

Selbsportrait Licht

 

Gegenlicht ist eine sehr ungewöhnliche Lichteinstrahlung. Hierbei platziert ihr euch so, dass die Lichtquelle hinter euch nach vorne strahlt und die Kamera vor euch direkt in das Licht hineinfotografiert. Dabei gehen beinahe sämtliche Details verloren und man erkennt nur noch die Silhouette bzw einige Details, die ihr in Szene setzen wollt. Wenn ihr die Blende weit öffnet, sieht man unter Umständen dennoch ein wenig von eurem Gesicht, während bei kleinerer Blende euer Gesicht schwarz erscheinen wird. Beide Effekt sind sehr reizvoll und ihr könnt einfach testen, was euch am Besten gefällt.

Selbsportrait Licht

Ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen und ihr seid nächste Woche wieder mit dabei, wenn wir den letzten Teil der Liste erledigen. :-)
Bis dahin,
eure Jana

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