Selbstportraits – Teil 2: Planung und Vorbereitung (Kulisse)

Letzte Woche startete unsere mehrteilige Serie „Selbsportraits – zeig’, wer du bist“
mit einem Artikel über die Intention von Selbstportraits im Allgemeinen.
Diese Woche möchte ich gerne daran anschließen und mit euch den Schritt in die Praxis wagen. Schließlich gibt es vieles zu beachten, wenn man vor der Frage steht

Was brauche ich alles für ausdrucksstarke Selbstportraits?

Um darauf antworten zu können, ist es wichtig von vornherein grob zu wissen, was auf dem Foto zum Ausdruck gebracht werden soll. Um eure Idee anschließend ausdrücken zu können, sind besonders drei Dinge von Bedeutung:

1. Kulisse
2. Licht
3. Styling und Utensilien

Heute möchte ich mich eingehender mit dem ersten Punkt der Liste beschätigen – der Kulisse.

Ein nachdenkliches Portrait kann man sehr schön an verlassenen Orten und in schattigen, düsteren Räumen anfertigen. Ein fröhliches Portrait kann man gerne auf eine schöne Wiese, in den Wald oder in ein hell ausgeleuchtetes Zimmer verlegen. Ein bedrohlich wirkendes Portrait fertigt man am besten in abgedunkelter Umgebung mit Spotbeleuchtung an, während man ein alltagsnahes Portrait am Besten mitten im Trubel der Stadt schießt
Ihr seht, es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, wo und wie man ein Selbstportrait anfertigen kann.

Wie entscheidet ihr euch für das richtige?

Dazu gibt es meiner Meinung nach vor allem zwei Möglichkeiten.
1. Ausprobieren
2. Anregungen holen

Die erste Möglichkeitist sicherlich diejenige, bei der ihr den größten Lerneffekt erzielen werdet. Ihr habt die Bildidee im Kopf, Kamera samt Stativ ist aufgebaut, Haare sitzen, der Blick ist gut aber das Bild ist schlecht. Warum?
Sehr oft liegt es daran, dass man seine Umgebung entweder nicht beachtet oder trotz sorgfältiger Überlegung falsch gewählt hat. Je nachdem, ob ihr auf dem Foto formatfüllend (ein Bild, auf dem so gut wie nichts außer euch zu sehen ist) dargestellt sein wollt oder ob ihr noch anderen Faktoren eine Wichtigkeit einräumt, ist es mehr oder weniger bedeutend, seine Umwelt richtig mit einzubeziehen, um die Bildaussage zu verstärken und nicht zu zerstören.
Durch Ausprobieren werdet ihr sicher am meisten lernen. Ich selbst merke immer wieder beim durchsehen meiner Selbstportraits, dass mir mein Ausdruck zwar gut gefällt, aber der Hintergrund die ganze Stimmung zunichte macht.
Wenn mir solch ein Fehler erst einmal aufgefallen ist, kann ich ihn verbessern und werde so langfristig besser Bilder machen. Eigene Fehler behält man zudem immer tendenziell besser
Ausprobieren ist somit eine ex-post Methode – Also eine, bei der ihr im Nachhinein eure zukünftigen Bildergebnisse verbessert.
Der große Nachteil dabei ist aber, dass dies eine sehr langfristige Entwicklung ist, die nicht immer linear verläuft. Im Gegenteil. Oft sitze ich noch wochenlang vor einem Foto und grüble vor mich hin, warum zum Kuckuck es mir wieder nicht gefällt ;) .

Daher möchte ich euch noch eine zweite Möglichkeit vorschlagen, wie ihr lernt, ein Gefühl für die passende Umgebung zu bekommen.
Sie ist eigentlich sehr simpel. Ihr stöbert am Besten einfach mal im Internet und haltet Ausschau nach Fotografen, die gerne (Selbst-)portraits anfertigen. Ihr werdet merken wie unheimlich inspirierend das sein kann und dass man, je öfter man sich diese Bilder ansieht, automatisch ein besseres Gespür für eigene Bildkompositionen bekommt.
Nachfolgend liste ich euch mal zwei meiner Lieblingsfotografen auf, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann, wenn ihr euch Anregungen für Selbsportraits holen wollt.

Xin Li
Ingmar Björn Nolting

Dabei handelt es sich um eine ex-ante Methode – Also eine, bei der ihr im Vornherein eure zukünftigen Bildergebnisse durch sorgfältige Konzeption verbessern könnt. Klickt euch also einfach mal durchs Netz, holt euch Anregungen und weiter geht's nächste Woche mit dem zweiten Teil der Liste.

Ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen und bis nächste Woche,
eure Jana.
:)

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