Selbstportraits – Teil 1: Intention

Heute ist der Start unserer Serie

„Selbsportraits – zeig’, wer du bist“.

Selbsportrait

Beginnen möchte ich erst einmal damit, euch zu erklären, was in meinen Augen die Intention und, wenn man so will, der Nutzen von Selbstportraits ist.

Ich gebe es gleich ganz am Anfang zu: Ich LIEBE Selbstportraits.
Ja ja, ich ahne was sich jetzt vielleicht einige denken.
„Sind Selbstportraits nicht immer eine Art, sich selbst zur Schau zu stellen?“ Vor einiger Zeit wäre ich sicher noch um eine Antwort verlegen gewesen. Aber heute stehe ich ganz offen dazu und antworte: „Ja, es ist eine Art, sich selbst zur Schau stellen. Und das ist das Besondere daran.“.

Selbstportraits als Weg zu sich selbst

Warum ich so denke? Nun, ich bin der Meinung dass wir heutzutage kaum noch Gelegenheit haben, wirklich wir selbst zu sein. Egal ob in der Schule, in der Arbeit oder im Restaurant- ständig lernen wir, wie wir sein sollen, damit wir respektiert und akzeptiert werden. Bloß nicht auffallen, nur nicht anders sein Und bloß nicht wir selbst sein. Wir alle kennen das, ich selbst genauso.

Viele Menschen finden sich irgendwann in ihrem Leben an einem Punkt, an dem sie zurückschauen und sich fragen, was aus der Person geworden ist, die sie mal waren. Und bemerken dann, dass sie nicht auf dem Weg gelandet sind, den sie früher immer gehen wollten. Plötzlich fühlen sie sich orientierungslos und die Erkenntnis kommt für viele hart: Sie haben vergessen, wer sie wirklich sind.

Dieser Moment kann sehr schmerzvoll sein und nicht umsonst wurde der Begriff „Midlife Crisis“ geprägt und tausende von Lebensberatungsseminaren und Workshops schossen empor. Dabei müssten wir uns nur mal Zeit nehmen, um uns mit uns selbst zu befassen Und an dieser Stelle schließt sich der Kreis.

Ich bin der Ansicht, dass die intensive Beschäftigung mit Selbstportraits jedem Menschen helfen kann, herauszufinden wer er ist – zumindest in diesem einen Moment. Ich denke, wir brauchen mehr Querdenker, mehr Opportunisten und vor allem mehr Menschen, die wissen wer sie wirklich sind und was sie wollen. Und es ist nie zu spät das herauszufinden.

Selbstportraits und ihr Nutzen

Diese Art der Fotografie zwingt uns, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen. Dabei kommen mitunter nicht nur schöne Dinge hervor, oft fallen einem hierbei auch die eigenen Makel und nicht-Schoki Seiten auf. Auch, oder gerade das finde ich so spannend an Selbstportraits. Dass wir uns nicht nur im Glanzlicht betrachten, sondern auch mal im Düsteren, im Trüben oder in der Einsamkeit. Auch das kann uns zu unserem Kern führen.

Die gute Nachricht ist aber: Ich habe gemerkt, dass je länger ich mich mit Selbstportraits beschäftigte, desto mehr begann ich auch meine Makel auf eine Art „schön“ zu finden. Mir wurde bewusst, dass diese Makel mich unter all den anderen Dingen mit ausmachen und sie deshalb genauso zu mir gehören, wie meine glänzendeste Vorzeige-Seite.

Die Anfertigung von Selbstportraits reizt außerdem die Kreativität. Oft fallen mir dabei die verrücktesten Dinge ein und ich bekomme schnell Lust auf mehr. Dabei gibt es wieder etwas Spannendes zu entdecken. Die Dinge, die ihr auf den Fotos einsetzt und zeigt, wie ihr euch schminkt oder nicht schminkt, wie ihr die Haare tragt – all das ist der erste Schritt der Selbsterkenntnis. Diese Dinge sind es nämlich, die uns ein Stück weit ausmachen und etwas bedeuten. Sonst würden wir sie ja nicht mit aufs Foto nehmen

Allein diese Erkenntnis finde ich jedes Mal aufs Neue unheimlich spannend und ich entdecke selbst immer wieder neue Seiten an mir, die ich vorher nie bewusst wahrgenomen hatte.

Ihr merkt schon, ich bin wirklich sehr begeistert von Selbstportraits :) .

Daher werden wir nächstes Mal auch direkt einsteigen in die Planung und Vorbereitung eines Shootings und euch praktische Tipps mit an die Hand geben.

Ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen und ich würde mich freuen, wenn ihr nächstes Mal wieder mitlest,
eure Jana

Zum zweiten Teil der Serie: Selbstportraits – Teil 2: Planung und Vorbereitung (Kulisse)

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