Foto Tage 2013 oder: Der etwas andere Messebesuch

Endlich war es soweit!!!!
Sonntag, der 08.12.2013 , fuhr ich stellvertretend für Pixelschaaf auf die Foto Tage in Weiden in der Oberpfalz.

Messebesuch? Baaaah Viel Trubel und überzogene Preise. Lasst euch vom Gegenteil überzeugen! In meinem Bericht werdet ihr sehen, dass man auf so einer Messe unheimlich viel Spaß haben und sehr viel mitnehmen kann (durchaus wörtlich zu verstehen :D ).

Meine primäre Absicht war, mich ein wenig umzusehen, eine Ausstellung zu besuchen und ein paar Kontakte in der Fotografenwelt zu knüpfen. Doch zuerst bat ich eine freundliche Passantin ein Bildchen von mir zu schießen, bevor es losging. Nach einigen unbeholfenen Versuchen nahm ich ihr meine Kamera wieder ab und stellte sie freundlich lächelnd auf Automatik um. Da wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, dass nicht alle Besucher dieser Messe Fotografen waren :D .  Again what learned, wie Lothar sagen würde
Sie ging also wieder ein paar Schritte zurück und ich war gerade dabei laut ‘’Pixelschaaaaaaaaf’’ zu rufen, als plötzlich der Blitz an meiner Kamera aufklappte und die Passantin einen lauten Schrei ausstieß. Dabei hielt sie den Auslöser fest und es entstanden 10 Serienbilder, auf denen ich mich schief lache. Hier mal eines davon:

Messe

Nach diesem lustigen Erlebnis bedankte ich mich aufrichtig und sie wünschte mir viel Spaß auf der Messe. Auf dem Weg dorthin habe ich euch noch ein paar Bilder von der (sehr schönen!) Umgebung gemacht.

Messe Umgebung3
Messe Umgebung
Messe Umgebung2

Es war soweit: Als hochoffizielle Pixelschaaf Autorin ging ich mit stolzgeschwellter Brust auf den Eingang zu – und freute mich erstmal, dass der Eintritt gratis war. So muss das sein!

Ich zerrte an der massiven Eingangstür und als sie endlich offen war, schlug mir erst einmal die Hitze ins Gesicht. Ach nein, das war der beleibte Herr vor mir wo war ich Ah ja. Ich öffnete die Tür und war erstaunt, dass die Masse relativ überschaubar war.

Als Mensch mit Orientierungsproblemen tue ich aber immer gut daran, mir erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Womit wir gleich beim ersten Messetipp sind:
Orientieren.
Ihr spart damit sehr viel Zeit und könnt gleich die Stände ausschließen, die ihr sowieso nicht sehen wollt. Glaubt mir, das erspart euren Füßen einige Strapazen ;) . Ich ging also an die Infokasse, ließ mir einen Plan geben und stellte mich dann auf den höchsten Treppenabsatz, um das Geschehen von oben überblicken zu können.

Hier stieg Rauch auf, da blitzte es und aaaahh da waren die berühmten Messestände mit allen namhaften Firmenvertretern. Ich war im Fotoparadies! Doch wohin zuerst?

Ich entschied mich als erstes für die Stände der verschiedenen Firmen.
Nur mal gucken
Unten angekommen, war ich schon gefangen. Hier lockten sie mich mit Gratis – Kaffee, da mit unschlagbar günstigen Messepreisen und dort drüben sah ich ein Objektiv das zweimal so lang und dreimal so dick wie mein Arm war. Mir stand der Mund offen. Doch ich blieb standhaft (vielleicht lag das auch an dem auf einmal viel zu kleinen grünen Schein in meiner Tasche). Tapfer ging ich an dem Objektiv vorbei (den Preis will ich gar nicht erst aufschreiben) und auch der unschlagbar günstige Stand durfte an mir leider keinen Gewinn machen. Aber verdammt dieser Gratis-Kaffee duftete auch zu gut!

Schwupps!, war ich in einem Gespräch mit einem Verkäufer von Fotozubehör. Wir plauderten sehr nett und natürlich brannte es mir auf der Seele ihm von Pixelschaaf zu erzählen. Deshalb verband ich das Geschäftliche gleich mit dem Nützlichen und fragte: ‘’Wie viel kostet denn der Reflektor dahinten? Ich bräuchte nämlich einen für mein Blogprojekt’’. Schon hatte der Verkäufer angebissen und erkundigte sich, welches Projekt das denn wäre.

Nun ja, was soll ich sagen ich redete mich offenbar so in Wallung, das bald schon eine Traube um uns herum stand und neugierig lauschte. Sie stellten mir ein paar Fragen und einige notierten sich sogar unsere Internetadresse! Zugegeben: Ich war stolz wie Prolle.

Allerdings wollte ich immer noch den Reflektor erstehen. Der Verkäufer nannte mir seinen Preis und dann kam wohl das Erbe meiner Mutter (eine begnadete Feilscherin!) in mir hoch. Womit wir beim zweiten Messetipp wären:
Handeln.
Traut euch! Das ist auf Messen absolut üblich und ihr könnte damit eine Menge sparen. Wie das funktioniert? Ganz einfach: in die Tasche greifen, dabei seufzen und sagen dass man sich so viel nicht leisten kann (natürlich ist ein Lächeln auch erlaubt). Die Verkäufer gehen seltenst das Risiko ein, auf ihren Artikeln sitzen zu bleiben und geben daher meist bereitwillig Preisnachlass.

An dieser Stelle möchte ich noch ein Gerücht widerlegen: Messepreise sind tatsächlich günstiger als normale Preise. Außerdem gibt es überall noch Messerabatt und die Verkäufer sind viel verhandlungsswilliger als im Geschäft. Also: zugreifen! :D  

Knapp 40 Euro ärmer, aber um einen super Reflektor und viele nette Gespräche reicher ging ich also weiter zur nächsten Attraktion: dem Live Shooting!
Leider durfte ich dabei meine eigene Kamera nicht verwenden, aber ich bekam ein Leihobjekt. Es gab dort ein kleines Studio, das am Rande der Messehalle aufgebaut und mit allerlei Effekten versehen war: Rauch, Blitz und natürlich vielen Models.

Das war ein Spaß sag ich euch! Neben mir war eine ältere Frau und gemeinsam knipsten wir nur so um die Wette. Die Models waren super nett und lustig und so hatten wir alle zusammen einen Heidenspaß. Leider durfte ich die Fotos nicht mitnehmen, aber ich kann es nur jedem empfehlen bei sowas mitzumachen.

Zur Erholung ging ich auf die Ausstellung im Untergeschoss.
Dort fand ich, wie erhofft, viel Inspiration und spannende Ideen. Beispielsweise eine Frau in einem roten Kleid, die durch den Schnee hüpfte. Im Hintergrund loderte ein Feuer und der Rest war schwarz. Ich war beeindruckt von dem gestalterischen Aufwand und noch mehr von der Idee der gegenübergestellten Elemente. Wann immer es eine kostenlose Ausstellung gibt wird man mich dort finden, denn es ist in meinen Augen eine hervorragende Möglichkeit sich Anregungen zu holen und vielleicht sogar mit den Machern ins Gespräch zu kommen.

Den Abschluss bildete dann der Flohmarkt, auf dem ich noch zwei Filter und ein Buch zum Spottpreis erstand. Hierzu aber noch ein kleiner Tipp: seht euch die Artikel gut an bevor ihr sie mitnehmt! Auf Flohmärkten gibt es nämlich kein Umtauschrecht und es gilt eigentlich immer ‘’gekauft wie gesehen’’. Da wird ein unpassender Zwischenring schnell zum Ärgernis. Am meisten kann ich euch aber Bücher ans Herz legen, denn diese verlieren am meisten Wert aber sind noch genauso gut lesbar wie neue Versionen. Und mit den Verkäufern kann man auch so nett feilschen ;) .

Der grüne Schein in meiner Tasche war mittlerweile verschwunden. An seine Stelle getreten ware bronzefarbene Münzen und gähnende Leere. Dafür waren aber meine beiden Arme voll und ich hatte ein dickes Grinse im Gesicht.

Nur für euch bat ich dann noch einen Passanten ein Foto vor dem Banner der Fototage zu schießen. Mir fiel erst nachher auf, dass der Banner gar nicht mit drauf war :D . (Und jaaaa, ich hab die Tüten vorher weggestellt.) Bitte sehr:

Messe Jana

Das war dann auch nach 4 Stunden der Abschluss und ich war verschwitzt aber glücklich. Eine wirklich gelungen Messe, mit tollen Ständen und netten Leuten. Wenn ihr mal in der Ecke seid, kann ich euch den Besuch nur ans Herz legen.

PS: Die Fotos von meinen Errungenschaften bekommt ihr in einem gesonderten Artikel, in dem ich zu all diesen Gegenständen was erklären werde :) .

Bis dahin,
Grüße von einer verarmten Jana :D .

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