Kategorie-Archiv: praktische Übungen Ideen und Tricks

Den fotografischen Werkzeugkasten füllen – Eine Einführung

Zu hell, zu dunkel? Ist der Horizont gerade? Passt das Motiv besser ins Hochformat? ISO gerade hochgedreht, da kommt auch schon die Sonne hinter den Wolken hervor. Wenn dann hoffentlich alles passt, lockt auch schon das nächste Motiv und ich wende mich ab, hin und wieder auch ohne einen Blick auf das Display zu werfen. Ich könnte ja etwas verpassen, das ich auch noch unbedingt ablichten muss.

Meine Konzentration tritt unbemerkt den Abgang an.

Abends sitze ich dann vor dem Laptop, schaue die Bilder durch und bin durch und durch unzufrieden. Verpasst hab ich nichts, aber gewonnen ebenso wenig.
Manchmal ist unter 100 Fotos kein einziges, das weder zu dunkel noch zu hell ist.

So kann es nicht weitergehen. Mich jedes Mal an alles erinnern zu müssen ist aufwendig und irgendwie rückt dabei auch das Motiv aus meinem Fokus.

Der Werkzeugkasten – das ist die Fülle an Möglichkeiten ein Bild zu gestalten, das ist die Schärfe, die Belichtung, die Komposition und vieles mehr. Nun können wir bei jedem Foto den Kasten nach dem richtigen Werkzeug durchsuchen, wir können genau überlegen, was wir damit nun basteln können und wie wir das tun wollen. Wenn wir das bei jedem Werkzeug, das wir für das Bild benötigen einzeln tun müssen, dann braucht das Konzentration. Und die ist nicht unendlich verfügbar.
Warum also nicht versuchen jedes einzelne Werkzeug so gut zu beherrschen, dass wir es auch unbewusst und trotzdem gekonnt benutzen können? Warum den Gebrauch des Werkzeuges nicht gezielt zur Gewohnheit werden lassen?

Wir können versuchen uns jedes Mal daran zu erinnern, dass der Horizont das Bild nicht umfallen lassen soll. Wir können aber auch lernen, diese Kontrolle zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen.
Doch auch das ist nicht immer gewollt. Da hat man einmal gelesen, dass die Drittel-Regel ein Werkzeug für interessantere Bilder ist und bald wird es fast zum Zwang sie einzusetzen, obwohl man oft gut daran tut, diese Regel zu brechen.

Mit der Artikelserie zum Füllen des fotografischen Werkzeugkastens wollen wir euch Übungen an die Hand geben, die beides tun – den Gebrauch des Werkzeugs zur Gewohnheit werden lassen und die diese Gewohnheiten wieder durchbrechen. Damit können wir Schritt für Schritt unsere gestalterischen Möglichkeiten ausbauen, ohne ein ebenso fantastisches wie teures Objektiv kaufen zu müssen. 

Wenn wir dann vor einem Motiv stehen, dann entscheiden wir uns schon, welche Mittel wir bewusst einsetzen wollen, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Und auch der Rest holpert nicht dahin, sondern wird flüssig eingestellt, kontrolliert und entschieden. So kann Fotografieren zur Leichtigkeit werden.

Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg dabei,
Anni :)

Foto-Flaute?

Ach ja, wer kennt das nicht. Man steht da, mit der Kamera in der Hand, meistens noch das bleischwere Zubehör auf dem Rücken oder über die Schulter gehängt – auf der Jagd nach Fotos. Und man wartet. Und wartet, wartet und Wartet? Mit jeder weiteren Minute sinkt die Laune weiter in den Keller. Dabei war man doch gerade noch so motiviert. Es pfeift einem der kalte Wind in den Nacken, die Sonne scheint auch nicht und von guten Motiven ganz zu schweigen. Verdammt nochmal, Foto-Flaute!

Glaubt mir, wie oft ist mir das schon passiertTrotz bester Vorbereitung und hoher Motivation stand ich in der Pampa und hätte am liebsten alles weggefeuert. Ihr fragt euch, was man da noch machen soll?
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Aus Spaß wurde Ernst – Ernst ist jetzt ein Artikel (Silvester)

Man nehme:

 - eine Lichterkette
 - eine ordentliche Portion Langeweile
 - einen Abend kurz vor Silvester
 - zwei verrückte Mädels
 - eine Kamera mit folgenden Einstellungen: ISO 100, Blende zwischen 22 und 36, Belichtungszeiten zwischen 2-30 Sekunden

Das alles mische man zusammen, betätige dabei ordentlich den Zoom und wackele reichlich mit der Kamera, wie es sonst eine Todsünde in der Fotografie ist, und heraus kommt bei richtigem (hier ein weit umfassender Begriff) Verhältnis etwa folgendes:

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20 Ideen, um die dunkle Jahreszeit fotografisch zu nutzen

Weihnachtsdeko

Kein gutes Licht, trostlose Landschaften und ungemütliches Wetter – die dunkle Jahreszeit eignet sich nicht zum Fotografieren, sollte man meinen.

Diese Ideensammlung soll euch überzeugen, dass dies wenigstens nicht ganz stimmt.

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