Die Macht an die Kamera? – Automatik vs. Manueller Modus

Manueller Modus Da war es schon wieder passiert – viel zu dunkel und so richtig scharf war das Ganze auch nicht. Und was sollte bitte dieser Blaustich? Das ging jetzt schon eine halbe Stunde so und langsam war das doch zum Verzweifeln :( .
Das konnte doch nicht wahr sein! Der hochgelobte Automatikmodus stieß schon bei dem bisschen Dämmerung an seine Grenzen und auch die Motivprogramme konnte man durchspielen wie man wollte – an den Ergebnissen veränderte das nichts, außer dass die Farben immer unnatürlicher wirkten.

Zeit einzupackenoder war da nicht noch

Der Manuelle Modus

Darum geht es heute – wenn die Kamera mal wieder macht was sie will und man sich einfach nicht mehr auf die Motive konzentrieren kann, weil ein Foto nach dem anderen eine herbe Enttäuschung wird, wenn man dem Wahnsinn nah ist und verzweifelt auf alle Knöpfe gleichzeitig drückt und schließlich nur noch verwirrt ist, die Kamera einpackt und die besten Motive Motive sein lässt.
Aber eigentlich geht es um den Ausweg aus diesem Dilemma. Irgendetwas muss man doch dagegen tun können.

Das war auch mir klar, als ich mit meinen 13 Jahren dem Automatikmodus für seine Bemühungen dankte und ihn endgültig verabschiedete. Seitdem habe ich ihn nicht mehr angerührt, nur mein Smartphone lässt mir wenig Wahl (aber das ist ein anderes Thema) und es war eine sehr gute Entscheidung. Ich weiß – Selbstlob ist nicht die feine Art, aber diese Entscheidung war doch wirklich gut, wenn auch nicht immer einfach.

Ich tat also, was unvermeidbar war, und warf einen Blick in die Bedienungsanleitung. Und tatsächlich, da stand etwas vom manuellen Modus und von den Einstellungen, die man da vornehmen konnte. Das hörte sich ja wunderbar an, das hatte ich gesucht!

Fragte sich nur, was diese ISO waroder die Belichtungszeitoder die Blendeund was sollte da bitte Weißes abgeglichen werden?
Nun hatte ich zwar einen vielversprechenden Hinweis, aber auch viele neue Fragen. Also las ich weiter, probierte hin und wieder etwas an der Kamera aus. Bald erschien es mir, als bestünde ein Zusammenhang zwischen all diesen Dingen, doch es sollte noch dauern, bis ich dieses Thema vollständig durchdrungen hätte. Auch heute noch lerne ich ständig Neues über die Funktionsweise der Kamera, warum manches nicht funktioniert und wie ich es zum Funktionieren bringen kann.

Nachteile der Automatik

Der Automatikmodus ist bequem und auf den ersten Blick zeigt sich kaum ein Grund, weshalb wir ihn nicht nutzen sollten. Bei guten Lichtbedingungen ermittelt er selbstständig und vor allem schnell die geeigneten Einstellungen. Das Gleiche gilt für die Motivprogramme.
Wird ein Motivprogramm gewählt, lässt man die Kamera wissen, um welches Motiv es sich handelt. Das kann zum Beispiel ein Sonnenuntergang sein. Die Kamera nimmt dann auf diese Situation abgestimmte Einstellungen vor. Im Motivprogramm “Sonnenuntergang” wäre das vor allem eine Anpassung des Weißabgleichs an das warme Licht. Im Motivprogramm “Nachtaufnahme” würde die Belichtungszeit verlängert werden.

Sowohl im Automatikmodus, als auch bei den Motivprogrammen, entscheidet die Kamera über die Einstellungen ohne dass der Fotograf wesentlichen Einfluss darauf hat. Das kann leicht zum oben erwähnten (und zugegeben etwas überspitzten ;) ) Szenario führen. Das was die Kamera für richtig hält, ist eben nicht immer das was der Fotograf sich vorgestellt hatte.
Will man dies nun vermeiden, hat man erneut die Qual der Wahl, denn es gibt insgesamt vier Modi, in welchen die Kamera mal mehr und mal weniger beeinflusst werden kann. Und damit können wir natürlich auch unsere Bildergebnisse wesentlich verbessern – einmal in ihrer technischen Qualität, aber auch in ihrer Wirkung auf unsere Gefühle.

Manueller Modus
Dieses Foto war so nur im manuellen Modus möglich, da der Autofokus das Motiv hätte scharf erscheinen lassen und wenn dies nicht möglich gewesen wäre, hätte er das Auslösen verhindert. Solche Fotos sind sicherlich Geschmackssache, aber im manuellen Modus sind noch viel mehr “Special Effekts” möglich, sodass sicherlich für jeden etwas dabei ist.

Es lohnt sich also, einen Blick hinter die Kulissen der Kamera zu werfen und genau das werde ich in den nächsten Artikeln tun.
Ich hoffe ihr seid dabei, falls ihr euch auch manchmal so „machtlos“ fühlt und euch den Blick in die trockene Bedienungsanleitung ersparen wollt ;) .

Bis demnächst,
Anni
 

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